Beginn der Großen Fastenzeit
Die Große Fastenzeit zur Vorbereitung auf das Hochfest unserer Erlösung - der Auferstehung unseres Herrn, Gottes und Erlösers - beginnt in der Versöhnungsvesper am Sonntag, dem 14. Februar.
Nach der Regel des heiligen Benedikt "sollen wir [...] unserer gewöhnlichen Dienstleistung [während dieser Tage] etwas hinzufügen [!]: besondere Gebete, Verzichte beim Essen oder Trinken." (RB 49) Es stehen also nicht besondere Speisevorschriften im Vordergrund, sondern es geht um Verzicht auf Entbehrliches, um mit dem dadurch Gewonnenen (Zeit, Geld usw.) etwas hinzuzufügen, nämlich Werke der Nächstenliebe.
Der Sinn des Fastens wird von A. Peter Klitsch von der Griechisch-Orthodoxen Gemeinde München wie folgt erläutert.
"Fasten hat immer nur dann Sinn, wenn es im Geist der Enthaltsamkeit geschieht. Für einen kranken Menschen z. B. bedeutet Fasten in den Morgenkaffee keine Milch zu tun oder für Andere einfach nur kein Fleisch zu essen. Fastenregeln sind nur Wegweiser der Kirche und müssen immer individuell auf die einzelne Person abgestimmt werden. Heute geht es beim Fasten nicht nur um Essen und Trinken, sondern auch darum wie lange man fernsieht, im Internet surft oder telefoniert. Das sind Aspekte, die man im Sinne der Enthaltsamkeit durchaus berücksichtigen muss ... und die nicht in den Fastenregeln der Kirche auftauchen."
(aus: P. Peter Klitsch, Fastenregeln für das Weihnachtsfasten, Andreasbote 11/2009, www.andreas-bote.de/Archiv/2009/sab200911.pdf, S.15)